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OpenStreetMap
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OpenStreetMap (OSM) ist ein freies Projekt, das frei nutzbare Geodaten sammelt, strukturiert und fßr die Nutzung durch jedermann in einer Datenbank vorhält (Open Data). Diese Daten stehen unter einer freien Lizenz, der Open Database License. Kern des Projekts ist also eine offen zugängliche Datenbank aller beigetragenen Geoinformationen.cite-ref-3[3]
Aus diesen Daten kÜnnen sowohl freie als auch kommerzielle Landkarten erstellt werden. Die auf der Projekt-Webseite gezeigten, rein aus eigenen Daten erstellten Karten sind Beispiele dafßr. Die Daten kÜnnen weiter kostenfrei in Druckerzeugnissen, auf Websites oder auch fßr Anwendungen wie Navigationssoftware sowie fßr Routenplaner genutzt werden, ohne durch restriktive Lizenzen beschränkt zu sein. Die OpenStreetMap-Lizenz legt fest, dass bei jeder Nutzung der Daten auf OSM als Datenquelle hingewiesen werden muss. Wer abgeänderte Datensätze verbreitet, muss sein Werk unter die gleiche Lizenz stellen.cite-ref-4[4]cite-ref-5[5]
Die offizielle Vertretung des Community-Projektes ist die OpenStreetMap-Foundation, die in Deutschland durch den FOSSGIS als âLocal Chapterâ (etwa âOrtsverbandâ) repräsentiert wird. Der FOSSGIS sammelt Spenden, betreibt Dienste und behandelt rechtliche Fragen.cite-ref-6[6] In Ăsterreich wird die OSMF von OpenStreetMap Austria repräsentiert, in der Schweiz von der Swiss OpenStreetMap Association.cite-ref-7[7]
Contents
⢠Geschichte
⢠Nutzerzahlen
⢠Community
⢠Einsatzgebiete
⢠Kartenerstellung
⢠Einzeichnung
⢠Tagging
⢠Mapping
⢠Software
⢠Technik
⢠Server
⢠Datenformate
⢠Datenquellen
⢠Lokales Wissen
⢠Luftbilder
⢠GPS-Spuren
⢠Import
⢠Datenschutz
⢠Lizenzen
⢠Siehe auch
⢠Weblinks
⢠Literatur
⢠Einzelnachweise
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Geschichte
Das OpenStreetMap-Projekt wurde im Juli 2004 in London von Steve Coast ins Leben gerufen. Als offizieller Geburtstag wird der 9. August desselben Jahres angesehen, an dem Coast die Domain openstreetmap.org registrierte.cite-ref-0-8-0[8] Am 11. Dezember wurde die erste StraĂe in die Datenbank eingetragen.cite-ref-0-8-1[8] Im März 2006 war die Infrastruktur so weit entwickelt, dass erste grĂśĂere Gebiete erfasst werden konnten. Im Sommer desselben Jahres wurde mit Potlatch ein auf Adobe Flash basierender Editor in der Website integriert, die fĂźr viele Jahre der Standard-Editor fĂźr die Community bleiben sollte.cite-ref-0-8-2[8]
Im April 2006 wurde die OpenStreetMap Foundation gegrĂźndet. Sie sammelt Spenden und ist ein Gremium zur Entscheidungsfindung und Verantwortung fĂźr das Projekt. Die OpenStreetMap-Foundation ist eine internationale Nonprofit-Organisation mit Sitz in Cambridge, Vereinigtes KĂśnigreich, die als Company limited by guarantee registriert ist.cite-ref-9[9] Ihre Ziele sind das Erzeugen, Verteilen und VergrĂśĂern eines geographischen Datenbestandes sowie dessen freies Bereitstellen zum allgemeinen Gebrauch.
2007 erlaubte Yahoo dem Projekt, StraĂen und andere Objekte aus Luftbildern abzuzeichnen. Dies ermĂśglichte erstmals, StraĂen und Wege einzutragen, ohne dafĂźr auf selbst aufgezeichnete GPS-Tracks zurĂźckgreifen zu mĂźssen. Die Zusammenarbeit zwischen Yahoo und OSM endete 2011.cite-ref-0-8-3[8]
Im Januar 2008 wurde der Import der TIGER-Datenbank fertiggestellt (siehe auch Abschnitt Import). Die staatlich erfassten TIGER-Daten bieten eine Grundabdeckung der USA, die von den Benutzern weiter verbessert werden muss, da Flächen wie Sportplätze noch fehlen und die Daten teilweise veraltet sind.
Im Januar 2010 erstellten Ăźber 600 Freiwillige in OpenStreetMap eine grundlegende Karte von Haiti, um die Hilfskräfte nach dem verheerenden Erdbeben bei ihrer Arbeit zu unterstĂźtzen. Seitdem sammelt das Humanitarian OpenStreetMap Team (HOT) regelmäĂig Kartendaten fĂźr Katastrophengebiete.
2012 wurde die Lizenzierung geändert. Die bis dahin gßltige Creative-Commons-Lizenz wurde durch die eigens fßr diesen Zweck geschaffene Open Database License abgelÜst.
OSM wurde mit dem FSF Award 2018 der Free Software Foundation ausgezeichnet.
2022 stellte die OpenStreetMap Foundation ihre erste Vollzeitkraft ein: Grant Slater wurde zum Site Reliability Engineer ernannt. Er hatte damals bereits 15 Jahre in seiner Freizeit an der Wartung von Infrastruktur und Servern des Projektes gearbeitet.cite-ref-10[10]
Nutzerzahlen
Im Juli 2006 waren rund 2.500 Benutzer registriert, die bis dato ßber neun Millionen Wegpunkte in die OpenStreetMap-Datenbank eingefßgt hatten. Ein Jahr später hatte sich die Anzahl der Benutzer nahezu vervierfacht und die Datenmenge etwa verzehnfacht.
Im Dezember 2015 gab es 2,3 Millionen registrierte Benutzer, 4,9 Milliarden GPS-Punkte, 3,1 Milliarden Knoten, 210 Millionen Wege und 3,1 Millionen Relationen. Bis Anfang Mai 2021 wuchsen die Werte auf 7,5 Millionen registrierte Benutzer, 8,6 Milliarden GPS-Punkte, 6,9 Milliarden Knoten, 768 Millionen Wege und 8,9 Millionen Relationen an.cite-ref-13[13]
Im Januar 2023 waren 10 Millionen Nutzer registriert. Sie hatten zu diesem Zeitpunkt Ăźber 8 Milliarden Knoten, 914 Millionen Wege und 10 Millionen Relationen angelegt.cite-ref-14[14]
Community
Gepflegt werden die Geodaten von den einzelnen Benutzern ßblicherweise in Eigenregie: Lokales Wissen und im Feld gesammelte Daten werden mit einem passenden Bearbeitungswerkzeug eingetragen oder bereits vorliegende Daten ergänzt und verfeinert.
Bei sogenannten Mapping-Partyscite-ref-15[15] wird ein vorher festgelegtes Gebiet gemeinsam erfasst und in die Datenbank eingetragen. Dies erleichtert insbesondere Anfängern in noch dßnn erfassten Regionen die Arbeit.
2007 wurde eine jährliche OpenStreetMap-Konferenz ins Leben gerufen, State of the Map genannt, die inzwischen zahlreiche lokale Ableger gefunden hat, z. B. SotM-Latam, SotM-US, SotM-Japan und SotM-Scotland.cite-ref-18[18] Die OpenStreetMap hat einen eigenen Track auf der GIS-Konferenz FOSSGIS.cite-ref-19[19] Auf diesen Konferenzen kann auch lokalen Communities der Status einer offiziellen Lokalen RechtspersÜnlichkeit (Local Chapter) verliehen werden, wodurch sie erweiterte Mitbestimmungsrechte an dem durch die Foundation streng hierarchisch organisierten Projekt erhalten. Im Jahr 2022 war das bei der Üsterreichischen Community der Fall.cite-ref-20[20]
Eine Analyse aus dem Jahr 2015 ergab, dass zwei Drittel der Benutzer aus Europa kommen. Die meisten aktiven Benutzer stammen aus Deutschland, den USA, Frankreich, Russland, GroĂbritannien, Italien und Polen; die meisten Benutzer im Verhältnis zur BevĂślkerungszahl hat Ăsterreich.cite-ref-21[21]
Verteilung der OSM-Autoren in % nach Kontinenten
Europa mi...
Nordame...
Asien
SĂźdamerika
Australien
Afrika
Europa mit Russland
Nordamerika
Asien
SĂźdamerika
Australien
Afrika
⢠Diagrammvorlage:
⢠Definition |
⢠Hilfe
Einsatzgebiete
Die Website zeigt nur einen kleinen Teil der MĂśglichkeiten von OpenStreetMap. Die Rohdaten stehen zum Herunterladen bereitcite-ref-22[22] und sind fĂźr die Entwicklung weiterer Anwendungen frei zugänglich. Auf den OpenStreetMap-Daten bauen daher zahlreiche weitere Dienste und Spezialanwendungen â sogenannte Mashups â auf. Eine umfassende Ăbersicht solcher Anwendungen findet sich im OpenStreetMap-Wiki.cite-ref-23[23]
Der Detaillierungsgrad der OSM-Daten ist regional stark unterschiedlich und hängt primär vom geleisteten Aufwand der dort tätigen Beitragenden ab. Die Detailtiefe des Systems an sich ist theoretisch unbegrenzt.
Kartendarstellung
Aus den Daten von OpenStreetMap lassen sich nicht nur StraĂenkarten fĂźr Autofahrer erzeugen. Je nachdem, welche Daten vorliegen und wie sie in die Kartendarstellung Ăźbernommen werden, lassen sich auch Fahrrad- und Wanderkarten erstellen, wobei auch viele markierte Wanderrouten in der Datenbank abgebildet sind und auf grafischen Karten hervorgehoben werden kĂśnnen. Es gibt auch Karten fĂźr Skigebiete, Karten des Ăśffentlichen Verkehrs und das Portal OpenSeaMap fĂźr Schifffahrt und Wassersport.
Die aus den Geodaten erzeugten Karten sind zunächst zweidimensional, das heiĂt, sie enthalten keine Reliefdarstellung wie bei topografischen Karten (beispielsweise HĂśhenlinien). Es gibt jedoch Werkzeuge fĂźr die Umwandlung und Darstellung der aus externen Quellen zu beziehenden SRTM-Daten.cite-ref-25[25]cite-ref-26[26] Damit kĂśnnen HĂśhenlinien oder Schummerungen ergänzt werden, wie sie etwa in OpenTopoMap zu sehen sind; weitere Beispiele: die Website topographic-map.com versieht die OSM-Kartendarstellungen mit einer Färbung der HĂśhenschichten des Geländereliefs, wie sie aus Schulatlanten bekannt ist;cite-ref-27[27] die Webseite streets.gl bietet eine 3D-Simulation der Oberfläche an, die auf OSM-Daten basiert.cite-ref-28[28]
Projekte wie OpenLayers oder Leaflet ermÜglichen es, OSM-basierte interaktive Karten in Websites einzubinden. Das OSM-Plugin fßr WordPress bindet die OpenStreetMap-Daten in Blogs zur Verknßpfung von Beiträgen und Fotos mit Geodaten und Visualisierung der entsprechenden Zusammenhänge ein. Daneben existieren weitere Projekte wie die virtuelle Weltkugel Marble fßr Qt 4 oder der Kosmos-Renderercite-ref-29[29] fßr Windows.
OpenStreetMap-Karten oder deren Derivate wie OpenTopoMap und Openrouteservice werden von grĂśĂeren Websites eingesetzt: foursquare,cite-ref-30[30] craigslistcite-ref-31[31] oder pinterest.cite-ref-32[32] Yahoo nutzt OpenStreetMap-Daten fĂźr sein Flickr-Angebot fĂźr verschiedene Städte, beispielsweise Bagdad, Peking, Kabul, Sydney und Tokio.cite-ref-33[33]cite-ref-34[34]cite-ref-35[35] Der Kartendienst der Suchmaschine Qwant basiert vollständig auf OpenStreetMap-Daten.
Die Stadtliniennetzpläne des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr basieren auf OSM-Karten.
Routenberechnung und Navigation
OpenStreetMap-Daten sind auf Navigationssystemen sowie in Navigationssoftware bzw. Routenplanern zur WegfĂźhrung nutzbar.
Siehe auch
:
Routenplaner#Communitybasierte Routenplaner
Routenberechnung per OpenStreetMap-Daten ist softwaremäĂig ausgereift und bezĂźglich des Datenbestandes in den meisten Teilen der Welt auch bereits gut benutzbar. An Aktualität kĂśnnen OSM-Daten sogar kommerziellem Material deutlich Ăźberlegen sein, da Ănderungen von jedermann vorgenommen werden kĂśnnen und sofort verfĂźgbar sind. Das StraĂennetz an sich ist weitgehend flächendeckend erfasst, auĂerhalb von Städten und groĂen Ortschaften sind allerdings detaillierte Informationen wie Hausnummern, EinbahnstraĂen und Abbiegebeschränkungen an StraĂenkreuzungen noch lĂźckenhaft, da diese Informationen auf Luftbildern nicht erkennbar sind und nur von der StraĂe aus ermittelt werden kĂśnnen.
Webbasierte Routingdienste
⢠Open Source Routing Machine (OSRM) unter der BSD-Lizenzcite-ref-36[36]
⢠GraphHopper unter der Apache-Lizenzcite-ref-37[37]
⢠OpenRouteService der Universität Heidelberg, welches nur teilweise Open Source istcite-ref-38[38]
⢠YourNavigation, wird unter der BSD-Lizenz entwickeltcite-ref-39[39]
Zur Fahrrad-Routenplanung greift Naviki auf OSM-Karten zurĂźck. Bei der Berechnung werden fahrradfreundliche Wege bevorzugt.cite-ref-43[43]cite-ref-44[44] Es gibt auch eine europaweit einsetzbare Version fĂźr Smartphones.
Navigation per Smartphone bzw. Tabletcomputer
Beispiele fßr Navigation per Smartphone bzw. Tabletcomputer sind GpsMidcite-ref-45[45] fßr Java-fähige Handys sowie Traveling Salesmancite-ref-46[46] fßr Nettops. Der Dienst We-Travel ist mittlerweile eingestellt.cite-ref-47[47] Eine auf Qt basierende LÜsung mit dem Namen MoNavcite-ref-48[48]cite-ref-49[49] benutzt ebenso wie OSRM den Contraction-Hierarchies-Algorithmus als Basis zur schnellen Routenberechnung. MoNav lässt sich fßr alle Systeme mit Qt-Unterstßtzung erstellen. Eine frßher mÜgliche Verwendung von MoNav fßr verschiedene Windows Mobile-Versionen ist zwischenzeitlich obsolet.
Betriebssystem iOS
Ăber den Apple App-Store sind fĂźr iOS und fĂźr iPadOS z. B. die Apps "OsmAnd â Karten & GPS Offline", "Organic Maps: Navi & Karten", "Magic Earth Navigation & Maps", "CoMaps" und "Scout GPS-Navigation & Maps" (ehemals Skobbler) sowie ehemals auch "Roadee" zu finden, die OSM-Kartenmaterial verwenden.
Betriebssystem Android
Beispiele fĂźr Android-Apps, erhältlich u. a. Ăźber den Google-Play-Store, sind "OsmAnd â Karten & GPS Offline", AndNav2cite-ref-50[50] beziehungsweise TrackMyJourney,cite-ref-51[51] das eine der vorher genannten webbasierten Routing-Engines verwendet, sowie "Scout GPS-Navigation & Maps", ehemals "Skobbler". Etliche kommerzielle Navigations-Apps wie MagicEarth, MapFactor Navigator oder Maps.me nutzen zumindest in ihrer kostenlosen Version Kartenmaterial von OpenStreetMap und kĂśnnen daraus (abhängig vom Erfassungsgrad der StraĂe in der OSM-Datenbank) nicht nur Abbiegeanweisungen, sondern auch Details wie Tempolimits oder Fahrspurempfehlungen ausgeben.
"Trackingfreie" Android-Apps, die sehr einfach ßber den F-Droid-Store zugänglich und erhältlich sind (siehe auch "Communitybasierte Routenplaner"):
⢠Das Open-Source-Projekt Organic Maps bietet eine benutzerfreundliche online- und offline Navigation mit Fokus auf Privatsphäre der Nutzer und Verzicht auf Tracking. Organic Maps wurde 2020 von der kommerziellen Maps.me Anwendung geforkt.
⢠CoMaps ist eine von der Gemeinschaft getragene, kostenlose und quelloffene Offline-Navigations-App, die auf Privatsphäre, Transparenz und Gemeinschaftskooperation abzielt.
⢠Das "OSM Dashboard fßr OpenTracks" bzw. die "Offline Variante des OpenStreetMap Dashboards fßr OpenTracks"
Spezielle Navigationsgeräte
Die Software mkgmap ermÜglicht es, aus OSM-Daten Kartenmaterial fßr Navigationsgeräten des Herstellers Garmin erstellen. Das ermÜglicht die Erstellung tagesaktueller, detaillierter, auch routingfähiger Karten. Einige Community-Mitglieder bieten solche Karten fßr Garmin-Geräte gebrauchsfertig zum Download an.cite-ref-54[54]
Neuere Garmin-Geräte kĂśnnen auch Karten als Rasterdaten im KMZ-Format oder im proprietären Birdseye-Format darstellen. Die GrĂśĂe von KMZ-Karten ist in Bezug auf die Zahl der verwendbaren Kacheln und Zoomstufen sehr begrenzt. Es gibt aber mittlerweile Software- und Firmware-Patches, um das geschĂźtzte Birdseye-Format fĂźr selbsterstellte Karten aus OSM-Kacheln zu nutzen.cite-ref-55[55]
mkgmap wurde per Reverse Engineering auf der Basis eines (recht alten) Garmin-Formats entwickelt. Fßr Navigationsgeräte anderer Hersteller ist es nicht oder nur schwer mÜglich, OpenStreetMap-Karten zu verwenden, da fßr deren native Dateiformate keine Konverter entwickelt wurden. Zum Teil lassen sich jedoch separate Programme wie Navit oder Gosmorecite-ref-56[56] darauf oder auf Notebooks installieren.
Humanitäre Hilfe
Hilfsdienste in Katastrophengebieten benĂśtigen fĂźr Rettungs- und Versorgungsfahrten aktuellstes Kartenmaterial. Systembedingt kann OpenStreetMap sowohl kurzfristig geeignetes Material erstellen und pflegen, als auch diese Daten Ăźber das Internet zum Abruf bereitstellen. Erstmals beim Erdbeben in Haiti 2010 wurde schon nach wenigen Stunden damit begonnen, aktuelle Geodaten des betroffenen Gebiets in OpenStreetMap einzupflegen.cite-ref-57[57]cite-ref-58[58] Kommerzielle Betreiber stellten zusätzlich aktuelle hochauflĂśsende Satellitenaufnahmen zur VerfĂźgung, so dass auch zerstĂśrte StraĂenabschnitte sowie die Lage eingestĂźrzter Gebäude in der Online-Karte erfasst werden konnten. Diese hochaktuellen Karten erleichterten den Hilfskräften vor Ort gezieltes Arbeiten erheblich.
Auf der Basis der mit diesem Crisis mapping gewonnenen Erfahrungen wurde das Humanitarian OpenStreetMap Team (HOT) gegrĂźndet, das bei Katastrophen das vernetzte Mapping koordiniert, um schnellstmĂśglich Kartenmaterial bereitstellen zu kĂśnnen.
Kartenerstellung
Jeder Benutzer, der an der Karte mitarbeiten mĂśchte, muss sich zunächst mit einer ĂźberprĂźften E-Mail-Adresse registrieren. Die Registrierung ist kostenlos und soll Spam und Vandalismus vorbeugen, auĂerdem gibt es so zu jedem anderen Benutzer einen Kommunikationsweg.
Der reine Lesezugriff auf die Datenbank ist auch ohne Benutzeranmeldung mĂśglich.
Rohdatengewinnung
Die Karten werden anhand von Rohdaten erstellt, die entweder von Freiwilligen in Eigenregie gesammelt oder dem Projekt von anderen Quellen zur VerfĂźgung gestellt werden.
Selbst gesammelte Rohdaten werden beispielsweise mit einem GPS-Empfänger aufgezeichnet, während StraĂen, Wege oder FlĂźsse abgelaufen oder -gefahren werden. Die Datenerfassung ist jedoch nicht auf GPS angewiesen. So ist es beispielsweise mĂśglich, zur Erfassung von Gebäuden, Hausnummern usw. die vorhandene Karte als field paper auszudrucken und die fehlenden Daten vor Ort dort einzutragen, um sie anschlieĂend am Schreibtisch in die Datenbank einzupflegen. Alternativ kĂśnnen mithilfe von OpenStreetMap-Apps Daten in einem einzigen Arbeitsschritt gesammelt und in die Karte eingetragen werden.
DarĂźber hinaus stehen dem Projekt hochauflĂśsende Luftbilder sowie (regional begrenzt) auch bestimmte Kartenmaterialien zur VerfĂźgung, von denen StraĂenverläufe und Flächen in hĂśherer Präzision abgezeichnet werden kĂśnnen (und dĂźrfen) als von einer GPS-Spur mit ihren systembedingten Ungenauigkeiten.
Ohne ausdrĂźckliche Erlaubnis ist die Ăbernahme von Daten aus anderen Karten oder Datensätzen nach OpenStreetMap aufgrund der Rechte an Geoinformationen verboten.cite-ref-59[59] Daher ist es Ăźblich, bei jeder Ănderung oder Ergänzung der Karte seine Quelle anzugeben. Die Community achtet sehr auf Einhaltung der rechtlichen Regeln und fragt auch schnell nach, wenn Zweifel bezĂźglich der Datenquelle bestehen.
Einzeichnung
Auf der Basis seiner Rohdaten zeichnet der Benutzer die Geodaten, also beispielsweise StraĂenverläufe, Gebäude oder Flächennutzungen, in die Karte ein. DafĂźr werden ihm die in der Datenbank bereits vorliegenden Geodaten fĂźr das zu bearbeitende Gebiet im Editor grafisch als âKartenskelettâ aus Punkten, Linien oder Flächen dargestellt. Der Benutzer nimmt seine Ănderungen direkt in dieser Darstellung vor. DafĂźr stehen ihm unterschiedliche Zeichen- und Auswahlwerkzeuge zur VerfĂźgung.
Tagging
Jedem eingezeichneten Element sind Attribute zugewiesen, sogenannte Tags. Erst aus den Tags geht hervor, ob eine bestimmte Linie einen Feldweg, eine Bahnstrecke, einen Zaun oder einen Teil einer Landesgrenze darstellt â das Zeichenwerkzeug ist in allen Fällen gleich. Neu eingezeichnete Elemente mĂźssen daher zwingend âgetaggtâ werden. Die Tags werden entweder von Hand eingetippt oder aus einer vom Editor angebotenen Vorlage gesetzt.
Jedes Tag besteht aus einem SchlĂźssel (key) und einem Wert (value), dargestellt wird die Beziehung in der Literatur mit einem Gleichheitszeichen. Beispielsweise ist highway der SchlĂźssel fĂźr alle Arten von StraĂen und Wegen. Der Wert gibt an, ob es eine Autobahn (highway=motorway) oder ein Feldweg (highway=track) ist. Die wichtigsten Attribute sind dabei jeweils die Objektkategorie (zum Beispiel wird eine WohnstraĂe als highway=residential angegeben) und (sofern gegeben) der Name (name=SchillerstraĂe), der fĂźr die Suchfunktion wichtig ist.
Flächen werden als geschlossene Wege erfasst, die die Umrisse definieren. AnschlieĂend bekommt beispielsweise der Umriss eines Industriegebiets das Tag landuse=industrial zugewiesen.
Die Tags kÜnnen im Prinzip frei erfunden werden; fßr optimale Auswertbarkeit hält man sich jedoch an die allgemein anerkannten Formen, wie sie im OpenStreetMap-Wiki, der Dokumentation des Projekts, aufgefßhrt und erläutert sind. Zudem werden dort fortlaufend neue Taggingstrukturen vorgeschlagen und diskutiert.cite-ref-60[60]
Die Anzahl der Tags pro Element ist theoretisch unbegrenzt, so dass sich Ăźber die rein physischen Eigenschaften (zum Beispiel building=yes fĂźr ein Gebäude) eine FĂźlle von Zusatzinformationen abbilden lässt. Das Gebäude kann als Kirche, Schule oder Hotel gekennzeichnet werden; Adressdaten, Ăffnungszeiten oder ein Link zur Website kĂśnnen einkodiert werden. Bei StraĂen kĂśnnen Beschränkungen (z. B. Tempolimits) oder Fahrspuren abschnittsweise per Tagging abgebildet werden, bei Tankstellen die angebotenen Kraftstoffsorten. Erst dieses ausfĂźhrliche Tagging der Metadaten macht den eigentlichen Wert des Projekts aus. Auf der Basis dieser Daten kĂśnnte man etwa von einem Navigationssystem die Ausgabe aller Briefkästen anfordern, die maximal 30 Meter abseits der Fahrtroute liegen und die man noch vor der Leerung erreicht.
Sogenannte Relationen verknĂźpfen Elemente zu grĂśĂeren Gesamtheiten. Das ermĂśglicht beispielsweise das Erfassen von Buslinien: In einer Buslinienrelation sind alle befahrenen StraĂenabschnitte sowie die Haltestellen enthalten. Ăhnlich werden Wanderwege abgebildet, die sich anschlieĂend in Wanderkarten darstellen lassen.cite-ref-61[61]
Da eine einzige Karte mit all diesen Daten ßberfrachtet und unbenutzbar wäre, existieren zahlreiche unterschiedliche Kartenausgaben, die jeweils relevante Daten aus der Datenbank verwenden. Doch auch die bewusst einfach gehaltene Standardkarte auf der OpenStreetMap-Website ermÜglicht es ßber das Werkzeug Objektabfrage, sich das komplette Tagging jedes beliebigen Elements aus der Datenbank anzeigen zu lassen. Eine gebietsbezogene Abfrage (etwa die Ausgabe aller erfassten Tankstellen, die eine bestimmte Kraftstoffsorte anbieten) ist mit dem Werkzeug Overpass Turbo mÜglich.cite-ref-62[62]
Mapping
Die Trennung der Schritte Rohdatengewinnung, Einzeichnung und Tagging ermĂśglicht es, auch ohne eigenen GPS-Empfänger an dem Projekt mitzuarbeiten, indem man anhand seines lokalen Wissens oder eigener Nachforschungen die vorliegenden Daten ergänzt und verfeinert. Eine wichtige Aufgabe ist hierbei das HinzufĂźgen und Bearbeiten von Points of Interest (POI), wie Hausnummern, Bushaltestellen, Taxiständen, Schulen oder Telefonzellen. Mit Hilfe entsprechender Ortskenntnisse der Bearbeiter wird der Datenbestand erweitert, und Fehler werden korrigiert. Dieser gemeinschaftliche Prozess der Kartenerstellung wird im Jargon als âMappingâ bezeichnet.
Software
Zur Eingabe und Bearbeitung der Geodaten gibt es verschiedene SoftwarelĂśsungen (Editoren), die sich in den grundlegenden Konzepten aber weitgehend gleichen. Man unterscheidet zwischen Online- und Offline-Editoren:
⢠Online-Editoren arbeiten direkt im Webbrowser des Benutzers. Das erfordert eine permanente Internetverbindung, âim Feldâ kann man diese Technik nur eingeschränkt verwenden. Diese Editoren bieten mit einer eher einfachen Oberfläche einen guten Einstieg in OpenStreetMap.
⢠Offline-Editoren sind auf dem Rechner des Benutzers installierte Programme. Sie kĂśnnen nach einmaligem Herunterladen der bestehenden Daten auch ohne Internetverbindung benutzt werden. Die bearbeiteten Daten werden zunächst lokal gespeichert und anschlieĂend als Ănderungssatz auf den Server geladen.
Werden als Rohdaten GPS-Spuren verwendet, kĂśnnen diese zur Darstellung in einem Online-Editor auch auf den Server hochgeladen werden. Entsprechend lizenzierte Luftbilder oder auch andere georeferenzierte Bilder kĂśnnen unter die dargestellten Geodaten gelegt werden. Auf Basis dieser Daten kann der Benutzer per Mausklick Punkte (Nodes) erstellen, die sich zu Linien (Ways) zusammenfĂźgen. Punkte und Linien kĂśnnen anschlieĂend verschoben, ergänzt und verfeinert werden; komfortable Editoren bieten hierzu zahlreiche Werkzeuge.
Da der Zugriff auf die OpenStreetMap-Daten fĂźr die Bearbeitung Ăźber ein API erfolgt, kann grundsätzlich jeder einen Editor programmieren. Dies fĂźhrt zu einer groĂen Auswahl an Programmen; im Folgenden sind deshalb nur die meist verbreiteten Editoren nach Nutzerzahlen sortiert aufgefĂźhrt:cite-ref-63[63]
Computer
⢠iD
Online-Editor, seit 7. Mai 2013 auf der Website Openstreetmap.org als Standardwerkzeug eingebettet. Er basiert auf JavaScript und soll besonders einfach und einsteigerfreundlich sein.cite-ref-64[64]
⢠JOSM
Auf Java basierender Offline-Editor, auf zahlreichen Desktop-Plattformen lauffähig.cite-ref-65[65] Benutzeroberfläche in zahlreichen Sprachen verfĂźgbar, auch in Deutsch. JOSM bietet derzeit den grĂśĂten Funktionsumfang, lässt sich optional mit Ăźber 100 Plugins (Stand Mai 2015) erweitern und wurde 2013 fĂźr Ăźber 50 Prozent aller Bearbeitungen verwendet.
⢠Rapid
Abspaltung vom iD Editor mit dem KI-generierte Daten, z. B. fĂźr Gebäude oder StraĂen, validiert und zu OSM hinzugefĂźgt werden kĂśnnen.cite-ref-66[66]
Smartphone
⢠StreetComplete
⢠Organic Maps
Karten-App mit integriertem Editor fßr Android und iOS. Es kÜnnen nur Einrichtungen und Geschäfte bearbeitet werden.
⢠OsmAnd
Karten-App mit integriertem Editor fĂźr Android und iOS.
⢠Vespucci
Ein umfangreicher mobiler Editor fĂźr Android-Smartphones.cite-ref-69[69]
⢠Every Door
Android und iOS Editor zum ĂberprĂźfen und HinzufĂźgen von Einrichtungen und Geschäften.cite-ref-70[70]
⢠Go Map!!
Ein umfangreicher mobiler Editor fßr iOS-Geräte.cite-ref-71[71]
⢠CoMaps
Karten-App mit integriertem Editor fßr Android und iOS. Die Bearbeitung ist auf Points of Interest, wie Restaurants oder Geschäfte, beschränkt.cite-ref-72[72]
Technik
Server
Die Haupt-Server und -Infrastruktur des Projektes gehÜren der OpenStreetMap-Foundation und werden derzeit in Amsterdam, Dublin und London betrieben.cite-ref-73[73] Die Server bestehen aus einem leistungsfähigen Datenbank-Server, einem Frontend-Server fßr die Website, drei Anwendungsservern fßr die Programmierschnittstelle (API) sowie einem Tile-Rendering-Server, der die Karte in Form von Kachelgrafiken berechnet. Hinzu kommen noch ein paar weitere schwächere Server fßr Zusatzdienste, wie das OpenStreetMap-Wiki, das Code-Repository und die Suchfunktion.cite-ref-74[74]
Der OpenStreetMap-Datenbank-Server verwendet eine PostgreSQL-Datenbank. Die Website sowie die API sind weitestgehend in Ruby on Rails programmiert. Die Datenbank enthält die Geodaten, also mit Zusatzinformationen (Attribute, engl. tags) versehene Linien, Punkte und Flächen. Diese Vektordaten sind das Hauptprodukt des Projektes. Es wird daraus aber auch eine Pixelgrafik-Karte (PNG) gerendert. Diese wird mit Hilfe einer separaten PostGIS-Datenbank und dem Mapnik-Renderer erzeugt,cite-ref-75[75] deren Daten bei Ănderungen der Rohdaten aktualisiert werden. Um die Rendering-Last zu reduzieren, werden nur die Bereiche der Karte gerendert, die auch tatsächlich betrachtet wurden, wozu extra das Apache-Modul mod_tile geschrieben wurde. Der Mapnik-Renderer bietet die Standard-Ansicht von OpenStreetMap, der dafĂźr verwendete Render-Stil wird von professionellen Kartografen betreut.
Neben den Servern der Foundation gibt es noch eine Reihe weiterer Rechner, die von unabhängiger Seite betrieben werden und wichtige Dienste fßr das Projekt anbieten.
Datenformate
GPS-Rohdaten (Tracks) kÜnnen im gängigen Austauschformat GPX auf den OpenStreetMap-Server hochgeladen und damit der Allgemeinheit zur Verfßgung gestellt werden. Konvertierungsprogramme wie GPSBabel, das vom OpenStreetMap-Projekt entwickelte OSM-Filter und mehrere weitere spezielle Hilfsprogramme ermÜglichen es, auch Rohdaten in anderen Formaten wie NMEA ins GPX-Format zu wandeln.
Alle Daten werden im WGS84-Format mit Länge und Breite erhoben und werden meist in Mercator-Projektion dargestellt.
Ausgabeformate
Zum Austausch vorliegender OSM-Geodaten werden vor allem zwei Formate genutzt:
Vollständige Exporte der gesamten OSM-Datenbank werden wĂśchentlich in beiden Formaten zur VerfĂźgung gestellt, im OSM-Jargon bezeichnet man diese Gesamtausgabe als âplanet fileâ oder kurz âPlanetâ. âDer Planetâ hat (Stand November 2023) als .osm komprimiert eine GrĂśĂe von 132 Gigabyte, als .pbf eine GrĂśĂe von 71 Gigabyte.cite-ref-78[78] Ebenso gibt es tägliche und stĂźndliche Updates sowie Ausschnitte fĂźr einzelne Länder.
Zudem werden auf der Website der Geofabrikcite-ref-79[79] die Vektordaten auch als Shapefiles (*.shp/shx/dbf) zur VerfĂźgung gestellt, die in vielen Geoinformationssystemen (GIS) verwendet werden kĂśnnen. Ebenfalls durch Dritte bereitgestellt werden alternative APIs zum Herunterladen und Filtern der Daten wie XAPIcite-ref-80[80] und Overpass API.cite-ref-81[81]
Datenquellen
Datenquellen von OpenStreetMap sind:
⢠Lokales Wissen der Beitragenden (etwa fĂźr Ăffnungszeiten von Geschäften)
⢠Luftbilder und Karten, die vom jeweiligen Inhaber zum manuellen Abzeichnen bereitgestellt wurden
⢠GPS-Spuren: elektronische Aufzeichnungen zurßckgelegter Wegverläufe als Referenz zum Einzeichnen von OSM-Wegen
⢠Externe Sammlungen von Geodaten, die âam StĂźckâ in die OSM-Datenbank importiert werden kĂśnnen und dĂźrfen
Lokales Wissen
Lokales Wissen ist die wichtigste Datenquelle fĂźr OpenStreetMap, da viele wichtige Einrichtungen wie Geschäfte, Kirchen, Briefkästen und so weiter nicht auf Luftbildern oder GPS-Spuren erkennbar sind. Standorte und Zusatzinformationen zu solchen Einrichtungen kĂśnnen nur vor Ort erfasst werden. Die Standorte werden dabei relativ zum vorhandenen GrundgerĂźst aus Wegen und StraĂen an einem Ort eingetragen. Auch zum vorhandenen Wegenetz kĂśnnen Zusatzinformationen wie Namen, Hausnummern und Verkehrsbeschränkungen mit lokalem Wissen hinzugefĂźgt werden. Stellen, die einer Ăberarbeitung bedĂźrfen oder an denen Angaben fehlen, kĂśnnen ohne Anmeldung von jedermann auf der OpenStreetMap-Websitecite-ref-82[82] markiert werden. Mit Anmeldung kĂśnnen die Kartendaten, wie bei Wiki Projekten Ăźblich, von jedem direkt selbst korrigiert oder ergänzt werden.cite-ref-83[83]
Zur QualitätsprĂźfung der OpenStreetMap-Daten wurden verschiedene LĂśsungen entworfen.cite-ref-84[84] Unter anderem kĂśnnen mit dem OSM Inspectorcite-ref-85[85] und keeprightcite-ref-86[86] inkonsistente Daten, wie nicht verbundene StraĂen, fehlende StraĂenkreuzungen oder falsche Verwendung von Tags, einfach erkannt und mit lokalem Wissen korrigiert werden.
Luftbilder
Luftbilder stehen fast weltweit in unterschiedlich hohen AuflĂśsungen zur VerfĂźgung. Sie stellen inzwischen die wichtigste Quelle fĂźr die Geometrie von Wegen und StraĂen und anderen Geoobjekten dar. Sie werden in einem Zeichenprogramm (Editor) als Hintergrund geĂśffnet, eine exakte Georeferenzierung (etwa Ausgleich von Versatz oder Verzerrungen) kann dann anhand der auf dem Server vorliegenden GPS-Spuren vorgenommen werden. AnschlieĂend werden anhand des Luftbildhintergrundes die Objekte von Hand abgezeichnet. Die Eigenschaften der Objekte, also beispielsweise die Zuordnung zu einer StraĂenklasse oder die Bauart eines Gebäudes, lassen sich nur begrenzt aus dem Luftbild ersehen und werden in der Regel anhand lokaler Erkundungen (Ortskenntnis) ergänzt.
Bing
Am 23. November 2010 wurde bekanntgegeben, dass Microsoft die Luftaufnahmen seines Kartendienstes Bing Maps fßr das Abzeichnen zur Verfßgung stellen und OSM-Grßnder Steve Coast als neuer Microsoft-Mitarbeiter die Zusammenarbeit zwischen Bing und OSM koordinieren werde.cite-ref-87[87] Am 30. November 2010 wurde von Microsoft ein Dokument verÜffentlicht, das die Bedingungen, unter denen die Luftaufnahmen fßr OpenStreetMap verwendet werden dßrfen, näher definiert.cite-ref-88[88]
Landsat
Die gemeinfreien Landsat-7-Satellitenaufnahmen stehen OSM zur VerfĂźgung. Die AuflĂśsung reicht zwar in der Regel nicht zum Abzeichnen von Details wie einzelnen Gebäuden aus, aber StraĂenverläufe, Wasserflächen und ähnliches sind erkennbar. Auch Dienste wie Bing und Yahoo blenden in Bereichen, fĂźr die sie keine detaillierten Luftbilder haben, die Landsat-Aufnahmen ein.
OpenAerialMap
Dem Wunsch, die Karten von OpenStreetMap mit einer Weltkarte aus freien Luftaufnahmen zu illustrieren, wurde mit dem Projekt OpenAerialMap entsprochen.cite-ref-89[89]
Nicht mehr verfĂźgbare Dienste
Yahoo
Das Luftbildmaterial von Yahoo durfte von 2006 bis 2011 zum Abzeichnen verwendet werden.cite-ref-90[90] Von den Yahoo-Bildern wurde beispielsweise Bagdad abgezeichnet, da die Sicherheitslage das Erfassen vor Ort nicht zulieĂ. Meist kamen jedoch nur die etwas besser aufgelĂśsten Ballungsräume zum Abzeichnen von StraĂen und Gebäuden infrage. Zum 13. September 2011 beendete Yahoo die UnterstĂźtzung der nĂśtigen Programmierschnittstellen.cite-ref-91[91] Das lizenzkonforme Abzeichnen von Yahoo-Luftaufnahmen ist damit nicht mehr mĂśglich.
Regionale Datenquellen
Bayern
Das bayerische Landesamt fĂźr Vermessung und Geoinformation hat im Jahr 2009 Orthofotos der Oberpfalz in Zwei-Meter-AuflĂśsung zum Abzeichnen bereitgestellt, um im Rahmen eines dreimonatigen Pilotprojekts Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit OpenStreetMap zu sammeln.cite-ref-92[92] Das Ergebnis: in nur drei Monaten wurden zwei Personenjahre freiwillige BĂźrgerarbeit geleistet. Seit dem 24. Februar 2011 sind die Zwei-Meter-Luftbilder fĂźr ganz Bayern vom Vermessungsamtcite-ref-93[93] freigegeben.
Sachsen
Mit der 2. Ănderung der Sächsischen Vermessungskostenverordnung im Sommer 2016 sind auch mit einigen Ausnahmen georeferenzierte Luftbilder des sächsischen Staatsbetriebes Geobasisinformation und Vermessung in einer BodenauflĂśsung von 20 cm nutzbar.cite-ref-94[94]cite-ref-95[95]
GeoImage
Seit Oktober 2010 hat auch GeoImage.at Luftbilder fĂźr ganz Ăsterreich zum Abzeichnen fĂźr OpenStreetMap freigegeben.cite-ref-96[96] GeoImage.at ist extrem lagegenau und wurde zuerst in einer AuflĂśsung von 1 Pixel/Meter angeboten.cite-ref-97[97] Seit Juli 2011 ist Bildmaterial einer AuflĂśsung von 4 Pixel/Meter (1 px/25 cm) verfĂźgbar.
Aargau
Hamburg
Seit 2012 stellt die Freie und Hansestadt Hamburg im Rahmen des Hamburgischen Transparenzgesetzes die Geobasisdaten sowie die amtlichen, geokodierten Luftbilder in einer AuflĂśsung von 20 cm pro Pixel bereit.cite-ref-99[99]
GPS-Spuren
GPS-Spuren, gewonnen mit einem GPS-Empfänger durch das Aufzeichnen einer abgelaufenen oder abgefahrenen Strecke fallen zum Teil bei anderen Aktivitäten nebenbei an, werden aber auch von Freiwilligen bewusst fĂźr das Kartographieren erstellt. Sie stellten in den OSM-Anfangszeiten die wichtigste Quelle fĂźr das KartengerĂźst aus Wegen und StraĂen dar und dienen noch, wo Luftbilder oder anderes Kartenmaterial verfĂźgbar sind, als Referenz fĂźr dessen genaue Ausrichtung (lateraler Versatz).
Zum Aufzeichnen der GPS-Spuren eignen sich vorzugsweise GPS-Navigationsgeräte oder spezielle GPS-Datenlogger wegen ihrer guten Messgenauigkeit, aber auch Mobiltelefone mit GPS-Funktion sind verwendbar. Manche Navigationsgeräte benÜtigen dazu eine spezielle Software.cite-ref-100[100]
Auf Grund der begrenzten Genauigkeit einzelner GPS-Spuren arbeitet man am besten mit mehreren, zu unterschiedlichen Zeiten aufgezeichneten GPS-Spuren derselben Strecke. Benutzer kĂśnnen bei OpenStreetMap ihre eigenen Tracescite-ref-101[101] hochladen und anderen Benutzern zur VerfĂźgung stellen, in vielen Editoren ist die Funktion zum Hoch- und Herunterladen von GPS-Spuren bereits integriert.
Die gewonnenen StraĂenverläufe mĂźssen anschlieĂend noch mit ihren Metadaten wie StraĂentyp und Name versehen werden. Als Quelle dafĂźr dienen (georeferenzierte) Fotos, Audioaufnahmen, Notizen und Skizzen.
Import
Einige Daten wurden direkt in die Datenbank importiert, diese sind teilweise hier aufgefßhrt. Eine vollständige und aktuelle Auflistung findet sich im Wiki von OpenStreetMap.cite-ref-102[102]
⢠Im Bereich der Vereinigten Staaten liefert der TIGER-Datensatz einen Grundstock. Diese vom statistischen Bundesamt der Vereinigten Staaten herausgegebenen StraĂendaten von 1984 stellen eine sehr gute Grundabdeckung der Vereinigten Staaten dar. Der Import war im Januar 2008 beendet.cite-ref-103[103]
⢠Das niederländische Unternehmen AND hat dem Projekt aktuelles StraĂenmaterial der gesamten Niederlande sowie die wichtigsten StraĂennetze aus China und Indien zur VerfĂźgung gestellt, in der Erwartung, dass die Community dieses Material verbessert. Der Import der niederländischen Daten wurde am 5. September 2007 gestartet und Anfang Oktober 2007 abgeschlossen. Am 4. Februar 2008 wurden die Daten fĂźr Indien importiert.cite-ref-104[104]
⢠Import von Daten der Kommunalverwaltung: Zum Beispiel StraĂenkataster, die im Rahmen der EinfĂźhrung von NKF aufgestellt wurden. Beispiele sind die Stadt LĂśhne und die Gemeinde Kirchlengern.
⢠Das Frida-Projekt stellte freie Vektordaten fßr Osnabrßck zur Verfßgung.cite-ref-105[105]
⢠Viele Kßstenverläufe stammen aus den von der National Geospatial-Intelligence Agency (NGA) bereitgestellten PGS-Daten (Prototype Global Shoreline Data), die aus Landsat-Aufnahmen gewonnen wurden.cite-ref-106[106]
⢠In Ăsterreich wurden Daten von plan.at importiert.cite-ref-108[108]
Automatisierte Importe werden in der OpenStreetMap-Community kontrovers diskutiertcite-ref-sotmeu11-imports-109-0[109] und erfordern eine gewissenhafte Vorbereitung.cite-ref-110[110] Vergleiche zeigen insbesondere, dass die Community in den USA wesentlich kleiner (gemessen an Zahl der aktiven User bzw. Anteil der Objekte mit mehreren Versionen) ist als beispielsweise in Deutschland. Dies wird dem frĂźhen TIGER-Import zugeschrieben.cite-ref-sotmeu11-imports-109-1[109]
Liste mit mĂśglichen Datenquellen
OpenStreetMap unterhält eine umfangreiche, nach Ländern und Regionen geordnete Liste mit mÜglichen Datenquellen.cite-ref-111[111] Dabei wird jeweils vermerkt, ob diese Quellen derzeit nur vorgeschlagen, geprßft oder zur Verwendung freigegeben wurden.
WĂśchentliche Nachrichten
Die OpenStreetMap-Community verĂśffentlicht wĂśchentlich die neuesten Meldungen aus dem OSM-Umfeld in mehreren Sprachen.cite-ref-112[112]
Datenschutz
OpenStreetMap speichert frei verfĂźgbare Geodaten â beispielsweise die Lage und Grundfläche eines Hauses sowie gegebenenfalls allgemeine Angaben wie Anzahl der Stockwerke oder Adresse mit Hausnummer. Die Speicherung persĂśnlicher Daten (beispielsweise Anzahl oder Namen der Bewohner) ist nicht vorgesehen und entspricht auch nicht dem Projektrahmen. Es ist Ăźblich, auf PrivatgrundstĂźcken Ăźber Gebäude und Zufahrt hinaus keine weiteren Details wie Rasenflächen oder FuĂwege zu erfassen. Kontrolliert werden kann das allerdings nicht. Doch auch dies wären im Einzelfall Daten, die auch aus Luftbildern anderer Anbieter ersichtlich sind und damit ohnehin Ăśffentlich zur VerfĂźgung stehen.
Bei Bearbeitungen der OSM-Daten wird gespeichert, wann welcher Benutzer die Daten bearbeitet hat. Ănderungen sind also Ăźber die gesamte Projektdauer zuordenbar, RĂźckfragen anderer Benutzer kĂśnnen gezielt gestellt werden.
Externe Dienste, die auf die frei verfßgbaren OSM-Geodaten zurßckgreifen (beispielsweise Routenplaner), kÜnnen ihrerseits selbstverständlich Benutzerdaten speichern, ohne dass OpenStreetMap darauf Einfluss oder Zugriff hätte.
Kooperation mit Wikipedia
Karte in jedem ortsbezogenen Artikel
In jedem ortsbezogenen Wikipedia-Artikel findet man oben rechts einen Link âKarteâ. Ein Klick Ăśffnet die OpenStreetMap-Karte und zeigt dort den Ort mit einem Marker hervorgehoben. Alle Wikipedia-Artikel âin der Näheâ werden auf der Karte ebenfalls mit einem Marker bezeichnet. Ein Klick auf einen Marker Ăśffnet ein Fenster mit einem Link zum entsprechenden Wikipedia-Artikel und einem Bild aus der Wikimedia-Bilderdatenbank Commons.
Weltkarte aller Wikipedia-Artikel
Die Karte OpenStreetMap-Wikipediacite-ref-114[114] zeigt weltweit georeferenzierte Wikipedia-Artikel, die in OpenStreetMap eingetragen wurden, und die zugehĂśrigen Bilder. Je weiter man hineinzoomt, desto mehr Marker erscheinen. Ein Klick auf einen Marker Ăśffnet ein Fenster, in dem ein Link zum entsprechenden Wikipedia-Artikel gezeigt wird, sowie ein Bild aus der Wikimedia-Bilderdatenbank âCommonsâ.
In der Weltkarte aller Wikipedia-Artikel kĂśnnen statt der Marker auch alle Bilder als Miniaturbilder angezeigt werden. Man sieht dann beispielsweise rund um das Brandenburger Tor in Berlin etwa 30 Bilder aus der Umgebung, beispielsweise die Markthalle, die Berliner Mauer, die amerikanische, franzĂśsische und polnische Botschaft.cite-ref-115[115] Jedes Bild verlinkt wieder zum entsprechenden Wikipedia-Artikel.
Karte mit Bildern aus Wikimedia Commons
Eine weitere Karte (WikiMap) stellt alle Inhalte von Wikimedia Commons dar, die mit geographischen Koordinaten versehen sind. Neben der Position wird bei Fotografien auch die Blickrichtung angezeigt, so dass man im Idealfall ein bestimmtes Objekt aus mehreren Perspektiven betrachten kann. So kann man etwa das Brandenburger Tor in Berlincite-ref-116[116] von Westen oder von Osten aus betrachten, oder auch die StraĂe des 17. Juni vom Brandenburger Tor aus. Diese Karte ist auch deswegen nĂźtzlich, weil Wikimedia Commons häufig deutlich mehr Inhalte enthält, als in der Wikipedia eingebunden sind. AuĂerdem erhält man einen geographischen GesamtĂźberblick, während die Inhalte in der Wikipedia auf verschiedene Artikel verteilt sein kĂśnnen.
Wikipedia-Kontext an OSM-Objekten
Während die bisherigen Beispiele OSM lediglich als Hintergrundkarte nutzen, besteht mit dem OSM-Tag wikipedia=* die umgekehrte MÜglichkeit, zu einem OSM-Objekt auch den entsprechenden Wikipedia-Artikel zu verlinken. Visualisiert wird dies wiederum auf den Karten der Wikipedia-Artikel, mittels des WIWOSM-Dienstes.cite-ref-117[117]
Neben dem OSM-Tag wikipedia=*cite-ref-118[118] gibt es des Weiteren OSM-Tags zur Verlinkung von Bildern wikimedia_commons=File:* bzw. von Medien-Kategorien wikimedia_commons=Category:*cite-ref-119[119] von Wikimedia Commons sowie das OSM-Merkmal wikidata=*cite-ref-120[120] zur VerknĂźpfung von Wikidata-Objekten.
Lizenzen
Die Daten des OpenStreetMap-Projekts wurden zunächst unter Creative-Commons-Attribution-ShareAlike-2.0 (CC BY-SA 2.0) lizenziert. Mit dieser Lizenz gingen jedoch auch einige Probleme einher. Beispielsweise ist in den Vereinigten Staaten nicht sicher, ob die Daten durch diese Lizenz â die allein auf dem Urheberrecht basiert â Ăźberhaupt geschĂźtzt werden konnten. Der Grundsatz facts are free kĂśnnte das verhindern. Abhilfe erhoffte man sich von einer anderen Lizenz, die sich nicht nur auf das Urheberrecht, sondern auch beispielsweise auf die Datenbankgesetzgebung stĂźtzt, weshalb schon frĂźh die EinfĂźhrung einer neuen Lizenz diskutiert wurde.cite-ref-121[121]
Seit September 2012 verÜffentlicht die OpenStreetMap Foundation den Datenbestand unter der Open Database License (ODbL).cite-ref-122[122] Die Zustimmung zur Lizenzierung unter der ODbL erfolgt, indem der Beitragende die sogenannten Contributor Termscite-ref-123[123] akzeptiert. Seit Mai 2010 ist dies Voraussetzung fßr die Erstellung eines Benutzerkontos auf der OpenStreetMap-Website.cite-ref-124[124] Die Besitzer von Benutzerkonten, die bereits vor diesem Datum registriert waren, wurden um nachträgliche Zustimmung gebeten; die Beiträge, fßr die keine Zustimmung eingeholt werden konnte, wurden im Rahmen der Lizenzumstellung bis Juli 2012 aus der Datenbank entfernt.cite-ref-125[125] Die aus den Daten hergestellten Kartengrafiken, die auf der Website des OpenStreetMap-Projekts angeboten werden, sind auch nach der Lizenzumstellung weiterhin unter der CC BY-SA 2.0 verfßgbar.
Die ODbL besitzt eine Share-Alike-Klausel, die verlangt, dass abgeleitete Datenbanken unter derselben Lizenz stehen. Daher ist es nicht mÜglich, zusätzliche Daten mit restriktivem Urheberrecht mit OpenStreetMap-Daten zu verknßpfen, ohne auch die zusätzlichen Daten unter die Lizenz der OpenStreetMap zu stellen. Zum Beispiel kÜnnen Geodaten, die nur zu Forschungszwecken verwendet werden dßrfen (aber ansonsten geschßtzt sind), nicht mit OpenStreetMap-Daten vermischt werden.
Die meisten Programme zum Editieren und Umwandeln der Daten sind ebenso wie der Quellcode der OpenStreetMap-Website unter freien Softwarelizenzen erhältlich. Der Einsatz von OpenStreetMap-Daten in proprietärer Software ist aber ausdrßcklich erlaubt.cite-ref-126[126]
spezial-karten
Siehe auch
Weblinks
Commons
: OpenStreetMap
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
⢠OpenStreetMap Deutschland. Betrieben von FOSSGIS e. V.
⢠OpenStreetMap Schweiz. Betrieben von der Swiss OpenStreetMap Association
⢠Website des Projekts
⢠Wiki des Projekts
⢠WikiMap (wikimap.toolforge.org) Karte mit Bildern aus Wikimedia Commons
Literatur
⢠Frederik Ramm, Jochen Topf: OpenStreetMap. Die freie Weltkarte nutzen und mitgestalten. 3. Auflage. Lehmanns, Berlin 2010, ISBN 978-3-86541-375-8.
⢠Sabine Stengel, Sascha Pomplun: Die freie Weltkarte OpenStreetMap. Potenziale und Risiken. In: Kartographische Nachrichten. Nr. 3. Kirschbaum-Verlag, 2011, ISSN 0022-9164, S. 115â120.
⢠Walter Immler: Das OpenStreetMap Handbuch. Kartenmaterial nutzen und weiterentwickeln. OpenStreetMap durch eigene Einträge verbessern und in eigene Apps oder Websites integrieren. 1. Auflage. Franzis-Verlag, Haar 2014, ISBN 978-3-645-60319-5.
⢠Jamal Arsanjani Jokar, Alexander Zipf, Peter Mooney, Marco Helbich (Hrsg.): OpenStreetMap in GIScience. Experiences, Research, and Applications. 1. Auflage. Springer International Publishing, Cham 2015, ISBN 978-3-319-14279-1.
⢠Michael Hefele: Das OpenStreetMap Projekt. Eine Analyse. Diplomarbeit, 2009 (online)
Einzelnachweise
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